Die zehn gefärdetsten Tierarten der Welt

Sie sind oft in den Medien: Jede gefärdete Tierart der Welt zieht Aufmerksamkeit auf sich. Zu Recht, denn an ihrem Aussterben sind die Menschen schuld.

Tiger

Wilderer sind die Hauptursache für das Aussterben des Tigers. Auch starke Waldrodung bedroht den Lebensraum der Großkatze. Heute sind nur sieben Prozent ihres ursprünglichen Terrains bewohnbar. Schätzungsweise leben 3000 Tiere; drei Unterarten des Tigers sind bereits ausgestorben.

Eisbär

Der Eisbär wird wegen Fell, Speck und als Trophäe gejagt. Auch der Klimawandel hat schwerwiegende Folgen. Nicht nur der Lebensraum schrumpft, auch die Nahrung verschwindet. Es wurde beobachtet, dass Eisbären sich aus Hunger gegenseitig auffrassen. Die Population beträgt etwa 20 000 Individuen, doch sie wird sinken.

Walross

Durch Ölunfälle und den Klimawandel verschwindet nicht nur der Lebensraum der Walrösser, sondern auch ihre Beute. Ein weiterer Faktor ist die Jagd auf die Säuger, die immernoch betrieben wird. Genaue Populationszahlen sind nicht bekannt, doch es ist eine durch den Klimawandel stark gefärdete Tierart.

Magellan-Pinguin

Vom Aussterben bedroht sind die 1,3 Million Brutpaare wegen der Ölverschmutzung der Gewässer. Auch Überfischung bedroht die gefärdete Tierart, da den Pinguinen das Futter fehlt. Die in südamerikanischen Pinguine stehen auf der IUCN Vorwarnliste.

Lederschildkröte

Die größte Schildkrötenart ist vom Aussterben bedroht, denn sie ist Jagdobjekt, Nahrungsmittel (die Eier sind Delikatesse) und Beifang beim Fischen. Im Pazifik haben 44% der Tiere Müll in ihrem Magen. Sie verfangen sich auch in Fischereinetzen oder Fangleinen und sterben.

Blauflossen-Thunfisch

Der Blauflossen-Thunfisch ist durch Überfischung massiv vom Aussterben bedroht. Heute sind noch sechs Prozent der ursprünglichen Bestände vorhanden und der Thunfisch steht auf der Roten Liste. Sollte sich am Fanggrad nichts ändern, ist der Blauflossen-Thunfisch 2012 im Mittelmeer ausgestorben.

Berggorilla

Ausgehend von den 60er Jahren geht es den Berggorillas heute gut. 790 Tiere leben in Afrika, 1950 wurden wenige hundert gezählt. Doch in der Zukunft werden diese Zahlen nicht steigen. Schuld daran ist die Lebensraumzerstörung, Jagd und Tierhandel sowie Krankheiten.

Monarchfalter

Bedroht ist die Art wegen Landverbrauch und illegaler Holzfällung. Den Tieren fehlen Übernachtungsplätze auf ihren 3600 Kilometer langen Wanderungen. Außerdem ist der Falter an Seidenpflanzengewächse gebunden. Diese gelten als Unkraut oder giftig und werden daher vernichtet.

Java-Nashorn

Die gefärdete Tierart ist die seltenste Nashornart; bedroht besonders durch die Jagd. Eine weitere Bedrohung ist die Waldabholzung und der Straßenbau. Die Population beträgt weniger als zwanzig Tiere. Eine Unterart ist bereits ausgestorben.

Großer Panda

Das Maskottchen des WWF hat einen der kleinsten Lebensräume der Welt. Und gerade die Bambuswälder Asien sind von Rodung stark gefärdet. Durch Wilderei und Pelzhandel leben noch 2000 Tiere frei.