Welche Hunderassen sind besonders Kinderfreundlich

Es ist immer wieder schön zu beobachten, wenn Kinder mit Hunden spielen. Der Hund als Spielgefährte, als Seelentröster und verständiger Zuhörer für die Kinder, oft der beste Freund. Die Medien arbeiten in ihrer Werbung gern mit dem Zwischenspiel Kleinkind und Hund.

Das sieht sehr niedlich aus, es werden damit bestimmte Hunderassen bewusst oder unbewusst in den Vordergrund gerückt, es entstehen zeitweilig so genannte Mode-Hunderassen. Jeder denkt, dass ist genau die richtige Hunderasse für mein Kind, sie ist kinderfreundlich.

Damit wird der Startschuss für eine Massenzucht gegeben. Als Beispiel kann man nennen den Jack-Russel, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Pudel, West Highland White Terrier, Labrador. Wenn diese Modehunde dann auch noch als Geschenk für Kinder gedacht sind, zum Beispiel dem Kind zu Weihnachten einen Hund zu schenken, dann gibt es viele Beispiele, weshalb unsere Tierheime mit Hunden teilweise überfüllt sind.

Regeln im Umgang mit dem Hund

Der Umgang Kind und Hund will gelernt sein, es gibt dabei sehr wichtige Spielregeln zu beachten. Von vornherein kann nicht bestimmt werden und aufgezählt werden, welche Hunderassen besonders kinderfreundlich sind. Lediglich ist zu unterscheiden, welche Bestimmung und Charaktereigenschaft hat die Hunderasse und ist sie daher als Familienhund geeignet oder ist sie für bestimmte Aufgaben einzusetzen.

Hunde mit einer sehr hohen Reizschwelle, sehr viel Geduld und ruhigem Gemüt stehen dabei Kindern, besonders Kleinkindern freundlicher gegenüber, als zum Beispiel Hunde mit angeborenem Jagdtrieb. Kleinkinder sind tapsig und gehen auf den Hund zu, oder sind ängstlich und laufen schreiend und kreischend weg.

Damit werden sie zur Beute, der Hund rennt hinterher oder fühlt sich durch Anfassen, Tätscheln, Bedrängen durch sie bedroht. Damit lassen sich einige Zwischenfälle erklären. Jeder noch so friedliche Hund kann aggressiv reagieren, wenn er sich bedroht fühlt. Er handelt aus Angst.

Alter des Kindes

Zum Thema Kind und Hund müssen in der Familie deshalb feste Regeln bestehen. Dann ist durchaus auch eine große Hunderasse wie Collie, Schäferhund, Deutsche Dogge, Rottweiler als kinderfreundlich zu bezeichnen. Sehr wichtig ist das Alter des Kindes. Kleinkinder können nicht die Grenzen der Hunde beim Spielen einschätzen, da kann es zu Konflikten kommen.

Hierbei spielt es  keine Rolle ob der Hund klein oder groß ist. Kleine Kinder können Stress für die Hunde bedeuten. Den Hund in Ruhe lassen, wenn er schläft, nicht beim Essen stören, ihn nicht hochheben, sind so markante Beispiele. Zum anderen müssen Hunde lernen, die Kinder in der Familie zu akzeptieren, da diese von ihnen nicht als Ranghöhere angesehen werden.

Es darf nicht zugelassen werden, dass der Hund das Kind anspringt, es anrempelt, es umkreist. Im spielen ist körperliches Gerangel zwischen Kind und Hund zu vermeiden. Das Kinderzimmer ist eine Tabuzone für den Hund und umgekehrt ist der Ruheplatz des Hundes tabu für das Kind.

Größere Kinder ab 10 bis 12 Jahren können dagegen anders mit dem Hund umgehen, es muss dabei auch nicht unbedingt eine kleine Hunderasse sein wie Malteser, Mops, Bologneser, Tibet Terrier, Yorkshire Terrier, Pekingese, Shih-Tzu, englische und französische Bulldogge, um nur einige zu nennen.

Fazit

Abschließend sei bemerkt, einen Hund und ein Kleinkind sollte man niemals allein und unbeaufsichtigt lassen und es dürfen vom Kind keine Sanktionen auf den Hund ausgeübt werden.